Über

Arjan Spannenburg

Im Mittelpunkt der Fotografie von Arjan Spannenburg (Texel, 1978) steht die Suche nach Identität und Selbstdarstellung. In kraftvollen Kompositionen, meist in Schwarz-Weiß, porträtiert Spannenburg Jungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden.

Wir sehen Jugendliche zu einem ungewissen Zeitpunkt in ihrem Leben und suchen nach ihrer eigenen Individualität. Das Ergebnis sind zerbrechliche, liebevolle Porträts von Jungen, die in ihren eigenen Gedanken verloren gehen. Gleichzeitig scheinen die porträtierten Jungen ein starkes Bedürfnis zu haben, mit der Außenwelt zu kommunizieren, auf der Suche nach Unterstützung, Verständnis und Liebe.

Manchmal führt diese Suche zu Rohbildern, aber diese sind nie dazu gedacht, zu schockieren oder zu provozieren. Vielmehr laden diese Fotos den Betrachter ein, über den Zusammenhang zwischen Verletzlichkeit und Selbstdarstellung nachzudenken. Obwohl Spannenburg sein eigenes Erwachsenwerden als autobiographischen Ausgangspunkt nimmt, geht sein Werk über seine eigene persönliche Geschichte und die der von ihm porträtierten Jungen hinaus. Die Fotografien stellen universelle Gefühle von Einsamkeit, Verletzlichkeit und Unsicherheit dar und fangen gleichzeitig die poetische Schönheit der Adoleszenz ein.